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DHZ - Deutsche Hunde- und Zuchtgemeinschaft e. V.
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Aktuelles

Austellung am
Samstag 12, Januar 2013 in
45892 Gelsenkirchen-Resse, Waldhaus
 

Schön, dass wir Sie auf unserer 

Homepage begrüßen dürfen.

Fachausdrücke

Deutsche Hundezuchtgemeinschaft  e. V.

  

Erklärung
wichtiger Fachausdrücke der Kynologie

 

Aalstrich: Streifen dunkleren Haares entlang der Wirbelsäule (Mops).

 

Abzeichen: Alle regelmäßigen oder unregelmäßigen Flecken und Farbverschiebungen im Fell.

 

Afterkralle (Wolfskralle): meist verkümmerte fünfte Zehe an der
Rückseite der Hinter­läufe; wird bereits beim Welpen entfernt, damit später
keine Schwierigkeiten beim Laufen und keine Verletzungsmöglichkeiten gegeben sind. Wird bei manchen Rassen (Beauceron, Pyrenäenberghund) nach dem Standard verlangt und demnach nicht entfernt.

 

Agility: Geschicklichkeitssport mit Hunden.

 

Ahnentafel: Abstammungsnachweis des Rassehundes, der vom jeweiligen Zuchtbuch­amt ausgestellt wird und über die Herkunft des Hundes Auskunft gibt. Im Volksmund "Stammbaum" genannt.

 

Albino: Tier mit vererbbarem, unerwünschten Mangel von Farbstoffen (Pigmenten) in Haut und Haaren.

 

Apfelkopf: Runder, apfelförmiger Oberschädel mancher Zwerghunderassen

(z. B. Chihuahua).

 

Apportieren: Bringen von Gegenständen (Wild, aber auch Gegenstände des Herrn), meist auf Befehl.

 

Art: Angehörige einer bestimmten Gruppe, die untereinander unbegrenzt fruchtbar sind.

 

Befederung: Langes Haar an Ohren, Brust, Läufen, Bauch und Rute.

 

Behang: Hängeohren (z. B. Spaniel, Pudel).

 

Belegen: Decken der Hündin.

 

Blesse: Weißer Streifen vom Schädel zur Nasenspitze.

 

Blue Merle: Vererbbare Farbverdünnung im Haar, aus schwarz wird graumarmoriert, kommt bei einigen Rassen als anerkannter Farbschlag vor (Tigerdogge, Collie, Dunker etc.)

 

Brackieren: Jagd mit Bracken auf niederes Wild (Fuchs oder Hase).

 

Brand: Helle Abzeichen auf dunklem Fell, z. B. gelbe oder braune regelmäßig verteilte Zeichnung auf schwarzem Grund (Dobermann, Rottweiler)



 

Breitensport: Turniersport für Hunde und Besitzer.

 

Bringfreude: Zeigt ein Hund, der von Natur aus gerne apportiert.

 

Bringselverweiser: Hat der Hund das Gesuchte gefunden (Wild-Jagdhund oder Mensch-Katastrophenhund), kehrt er, mit dem am Halsband hängenden Bringsel im Fang den Fund anzeigend, zum Führer zurück.

 

Bringtreue: Zeigt ein Hund, der zuverlässig apportiert.

 

Buschieren: Suche nach Wild in unübersichtlichem Buschwerk vor dem Schuß.

 

Chromosomen: Träger der Erbanlagen; der Hund hat 39 Chromosomenpaare.

 

Coursing: Ehemals das Hetzen lebender Hasen mit zwei Windhunden. Heute hetzen die Windhunde einen im Zickzack-Kurs gezogenen künstlichen Hasen, wobei Ge­schicklichkeit und Schnelligkeit bewertet werden.

 

Domestikation: Haustierwerdung von Wildtieren und Züchtung zum Nutzen und für die Gesellschaft des Menschen.

 

Drahthaar: Dichtes, kurzes, harsches Haar mit Bart.

 

Erdarbeit: Arbeit unter der Erde auf Fuchs, Dachs und Kaninchen.

 

Fährtenhund: Speziell auf das Ausarbeiten schwieriger Fährten abgerichteter Hund mit Prüfung.

 

Fahne: Lange Haare an der Rutenunterseite.

 

Fang: Schnauze des Hundes vom Stop ab.

 

Feder: Lange Haare an der Rückseite der Läufe.

 

Fersenbeinhöcker: Sprunggelenksknochen.

 

Fesseln: Vordermittelfuß.

 

Flanken: Weichteile zwischen Rippen und Keule.

 

Fledermausohr: Breit angesetzte, langgezogene, oben gerundete Stehohren (z. B.. Franz. Bulldogge, Chihuahua).

 

Gebäude: Körperbau.

 

Gebiß: Besteht aus 42 Zähnen, und zwar jeweils 6 Schneidezähnen, 2 Fangzähnen, 8 Prämolaren (Vorderbackenzäline), 4 (oben) bzw. 6 (unten) Molaren (hintere Backen­zähne). Es gibt Scheren-, Zangengebiß, Vor- und
Hinterbiß (s. dort).

 

Gehör: Beim Hund sehr gut entwickelt; steht an zweiter Stelle nach dem Geruchssinn. Vor allem hohe Töne, die das menschliche Ohr nicht mehr wahrnehmen kann, hört der Hund noch.

 

Geläut: Heulendes Bellen jagender Laufhunde.

 

Gen: Faktor der Erbanlage, ist Teil der Chromosomen.

 

Geruchssinn: Bestentwickelter Sinn des Hundes; kann bei manchen Rassen enorm ausgeprägt sein und unersetzliche Dienste leisten (Spürhunde
beim Zoll, Lawinen­suchhunde).

 

Gesichtssinn: Nur mäßig entwickelt; räumliches und exaktes Sehen wohl nicht mög­lich, jedoch größeres Gesichtsfeld und dadurch schnelleres Erfassen von Bewegungen.

 

Gestromt: Streifenzeichnung im Fell.

 

Haar: Wird meist von Unterwolle und Deckhaar gebildet; je nach Haarbeschaffenheit unterscheidet man Lang-, Kurz-, Glatt-, Rauh-, 
Draht-, Stock- oder Kraushaar.

 

Harlekin: Durch Merlefaktor gescheckte Hunde.

 

Hasenpfote: Ovale, flache Pfoten.

 

Hinterbiß: Schneidezähne des Unterkiefers liegen deutlich hinter den Schneidezähnen des Oberkiefers.

 

Hinterhand: Hinterläufe, Keulen und Hüften.

 

Hinterhauptbein: Hinterhauptstachel: nach hinten stehende Fortsetzung der Scheitel­leiste des Schädels, bei manchen Rassen ausgeprägt erwünscht.

 

Hirtenhund: Große wehrhafte Schutzhunde der Herden (z. B. Kuvasz).

 

Hitze: Brunftzeit der Hündin, im allgemeinen alle sechs Monate.

 

Hosen: Lange Haare an der Rückseite der Keulen.

 

Hütehund: Meist mittelgroße, sehr ausdauernde und bewegliche Hunde, die die Her­den zusammenhalten und treiben (z. B. Puli, Border Collie).

 

Kampfhund: Kräftige, schmerzunempfindliche, leicht in Angriffsstimmung zu verset­zende, meist doggenartige Hunde, die zum Kampf gegen andere Tiere gezüchtet wur­den (z. B. Bullterrier, Mastino Napoletano).

 

Karpfenrücken: Hochgewölbter Rücken (z. B. Bedlington Terrier).

 

Katastrophenhund: Für den Einsatz zum Finden von Menschen in Trümmern oder Vermißten im Gelände ausgebildete Hunde mit Prüfung.

 

Katzenpfote: Runde, geschlossene Pfote mit gewölbten Zehen.

 

Kehlhaut: Lose Haut an der Halsunterseite.

 

Kehlwamme: s. Kehlhaut.

 

Kippohr: Aufrecht stehendes Ohr mit nach vorne kippender Spitze

(z. B. Collie).

 

Knopfohr: Hoch angesetztes, nach vorn fallendes und am Kopf dicht anliegendes Ohr.

 

Kondition:
Erworbene Körperverfassung, abhängig von Fütterung, Haltung und Training.

 

Konstitution: Von der Anlage und den Umwelteinflüssen bestimmte Verfassung, ab­hängig von Art, Rasse, Geschlecht und äußeren Gegebenheiten.

 

Kraushaar: Gelocktes Haar, das zum Verfilzen neigt.

 

Kruppe: Hinterteil des Hunderückens vom letzten Lendenwirbel bis zum Rutenansatz gebildet vom Kreuzbein, den beiden Beckenbeinen und den bedeckenden Muskeln.

 

Kupieren: Kürzen von Rute und Ohren

(in einigen Ländern, u. a. auch in Deutschland verboten).

 

Kynologie: (gr. kyon = Hund, logos = Lehre); Wissenschaft vom Hund.

 

Läufe: Beine des Hundes.

 

Läufigkeit: s. Hitze.

 

Langhaar: Besonders langes Deckhaar, je nach Rasse mit oder ohne Unterwolle.

 

Lawinenhund: Speziell für das Suchen von Lawinenopfern ausgebildete Hunde.

 

Lefzen: Lippen des Hundes.

 

Loh: Hell- oder leuchtendbraune Abzeichen im Fell.

 

Mannschärfe: Bei Bedrohung zeigen Hunde Menschen gegenüber Aggression.

 

Maske: Meist dunkler pigmentierte Partie um den Fang
(Leonberger, Mops).

 

Merlefaktor: Erbanlage, die Farbverdünnung verursacht und Scheckung im Fell und teilweise oder ganz blaue Augen hervorruft. Paart man zwei Tiere mit Merlefaktor, können verstümmelte oder lebensunfähige Welpen kommen.

 

Meute: Familienverband, zu jagdlichen Zwecken gehaltene, große Anzahl von Hunden (Foxhounds, Beagles).

 

Nasenschwamm: Nasentrüffel, vordere Nasenkuppe.

 

Oberkopf: Oberschädel, Hirnschädel.

 

Ohren: Fledermaus-, Kipp-, Knopf-, Rosen-, Schmetterlings-, Steh- oder -Tulpenohr (s. dort).

 

Paßgang: Gleichzeitige Vorwärtsbewegung beider Läufe einer Körperseite (charakteristisch für Bobtail).

 

Parforce Jagd: Jagd zu Pferde hinter der Hundemeute auf lebendes Wild
(in Deutschland verboten).

 

Phänotypus: Äußeres Erscheinungsbild.

 

Pigment: Im Körpergewebe vorkommende Farbstoffe.

 

Platten: Großflächige, andersfarbige Flecken im Fell.

 

Ramsnase: Im Profil gesehen stark gebogener Nasenrücken (Bullterrier)

 

Rasse: Untergruppe einer Art, die alle Individuen mit bestimmten Merkmalen und Eigenschaften umfaßt und diese an ihre Nachkommen vererbt. 
 

Raubzeugscharf: Jagdhunde und Terrier mit starkem Trieb Raubzeug zu töten.

 

Reibegebiß: Ganz dicht aneinander reibende vordere Schneidezähne.

 

Reinrassigkeit: Rassetypische Eigenschaften werden von reinerbigen Eltern weitervererbt.

 

Rettungshund: s. Katastrophenhund.

 

Rosenohr: Rückseite des Ohrs nach innen gefaltet, so daß das Innere der Ohrmuschel sichtbar wird; oberer Teil des Ohres nach hinten gebogen (Engl. Bulldog, Greyhound).

 

Rüde: Männlicher Hund.

 

Rute: Schwanz des Hundes.

 

Schecken: Großflächige Fleckung des Fells.

 

Scherengebiß: Schneidezähne des Unterkiefers liegen knapp hinter den Schneide­zähnen des Oberkiefers.

 

SchH: Schutzhund, SchH 1, II, III = Prüfungsstufen.

 

Schimmel: Weißgrundiges Fell mit kleinen, z. T. etwas verschwommenen Flecken.

 

Schlag: Gruppe von Hunden, die sich innerhalb einer kynologischen Rasse durch be­sondere Merkmale oder bestimmte Eigenschaften abhebt (z. B. besondere Farben oder Haarlänge).

 

Schlittenhund: Zum Ziehen von Schlitten gezüchtete Hunde vom Spitztyp.

 

Schnippe: Kleines, weißes Fleckchen direkt über dem Nasenschwamm.

 

Schnürenhaar: Langes Haar, das sich abgestorben mit dem nachwachsenden Haar verdreht und lange Schnüre bildet (Puli, Komondor).

 

Schopf: Langes, feines Haar auf dem Schädel
(Chinesischer haarloser Schopfhund: Dandie Dinmont Terrier).

 

Schur: Mit der Schere oder dem Scherapparat
"In-Form-Schneiden" des Haarkleides (Pudel, Bedlington Terrier).

 

Schwarzmarkenfarbig: Dunkles Fell mit hell- oder leuchtendbraunen (lohfarbenen) Abzeichen (s. Rottweiler).

 

Schweißarbeit: (Schweiß=Blut);
Suche des Jagdhundes nach angeschossenem oder verwundetem Wild auf der Schweißfährte; mit ihrem ausgezeichneten Geruchssinn können manche Hunde die Fährte noch nach über 40 Stunden auffinden.

 

Sprunggelenke: Aus den 7 Knochen der Hinterfußwurzel zusammengesetztes Gelenk, von denen das Fersenbein mit seinem Fersenbeinhöcker sichtbar ist. Form und Winke­lung sind u. a. bedeutend für die Art der Vorwärtsbewegung.

 

Spurlaut: Hetzlaut des Hundes, der bellend eine Spur verfolgt, ohne das Wild zu sehen.

 

Standard: Rassekennzeichen, die vom Zuchtverband des Heimatlandes der Rassen, sofern es dort einen gibt, aufgestellt werden.

 

Stockhaar: Kurzes bis mittellanges Grannenhaar mit sehr dichter,
weicher Unterwolle (z. B. Deutscher Schäferhund).

 

Stöbern: Der Hund verfolgt das Wild in unzugänglichem Gelände ohne Beachtung der Fährte mit hoher Nase und unter Zuhilfenahme von Auge und Ohr.

 

Stop: Stirnabsatz zwischen Schädel und Nasenbein.

 

Stromung: Dunkle Streifen auf hellem Fellgrund.

 

Totverbeller: Hat der Hund das verendete Wild gefunden, bleibt er dort und ruft durch anhaltendes Bellen den Jäger heran.

 

Treibhund: Hund, der Herden über lange Streckeri von einem Ort zum anderen treibt (Bouvier, Rottweiler).

 

Tricolor: Dreifarbig, meist schwarze Grundfarbe mit weißen und braunen Abzeichen (Sheltie) oder weiß mit schwarzen und braunen Flecken (Beagle).

 

Trimmen: Ausrupfen abgestorbener Haare, um eine gleichmäßige und vom Standard vorgeschriebene Form des Hundes zu erhalten (Foxterrier).

 

Trocken: In der Kynologie Bezeichnung für einen Hund mit gut anliegender Haut, oh­ne lose Falten und ohne Fettablagerungen unter der Haut.

 

Überbiß: Die Schneide­zähne des Oberkiefers ragen über die des
Unterkiefers hinaus.

 

Unterbiß: s. Hinterbiß.

 

Unterwolle: Weiche, dichte, meist kurze, feine Haare, die der Wärmeisolierung des Fells dienen.

 

Verlorensuche: Arbeit eines Jagdhundes, der angeschossenes Niederwild aufstöbert und apportiert bzw. den Jäger aufmerksam macht, wo das Stück liegt.

 

Vorbiß: Schneidezähne des Unterkiefers stehen vor den Schneidezähnen des Oberkiefers.

 

Wamme: Lockere Kehlhaut.

 

Wasserfreudigkeit: Besonders bei Jagdhunden geschätzte Eigenschaft, wenn der Hund ohne zu zögern auch in kaltes Wasser springt, um z. B. eine geschossene Ente zu apportieren.

 

Widerrist: Höchster Punkt der Rückenlinie, bzw. des Schulterblattes.

 

Widerristhöhe oder Schulterhöhe: wird vom Boden bis zum Widerrist in senkrechter Linie gemessen.

 

Wolfskralle: s. Afterkralle.

 

Wurf: Alle Welpen einer Hündin bei einer Geburt.

 

Zangengebiß: Schneidezähne des Oberkiefers stehen genau auf den Schneidezäh­nen des Unterkiefers.

 

Zucht: Gezielte Vereinigung von Rüde und Hündin mit der Absicht, Welpen mit den erwünschten Eigenschaften der Eltern zu erhalten.

 

Zuchtbuch: Wird beim jeweiligen Zuchtbuchamt des Rassehundeklubs geführt und enthält alle Angaben über jeden Hund, der unter den Zuchtbestimmungen dieses Vereins gezüchtet wurde. Anhand des Zuchtbuchs kann man die Abstammung eines Hundes bis zum Beginn der zuchtbuchmäßigen Erfassung einer Hunderasse zurück­verfolgen, und damit auch seine Reinrassigkeit.

 

Dagmar Przystaw

DHZ-Richterobmann